s'Blättle
(Informationen, die auch im s'Blättle von Oberderdingen zu lesen sind)
Wir besuchen den Oberöwisheimer Verbandsfriedhof

Unser gemeinnütziger Heimatkreis wurde vom Land Baden-Württemberg gefördert. So haben wir für unsere Veröffentlichungen im Jahre 2026, dies sind die Rundbriefe 71 und 72 (geplant für Advent) einschließlich des Gesamtindexes der Rundbriefe 1-70 eine Druckkostenförderung von 2.700 € erhalten. Ohne diesen Zuschuss wäre es wohl unmöglich unseren sozialen Jahresbeitrag von 10 € pro Mitglied zu halten. Wir danken dem Land Baden-Württemberg für diese großzügige Unterstützung.
„Historische Judenfriedhöfe“ gab es im Herzogtum Württemberg nach landläufiger Meinung nicht. Das stimmt aber nicht ganz. „Die Juden“ wurden zwar als Außenseiter der Gesellschaft angesehen, die nicht als Glieder eines christlichen Gemeinwesens akzeptiert werden konnten. Aber Friedhöfe gab es. Der jüdische Friedhof in Freudental wurde noch im Herzogtum angelegt und der Oberöwisheimer geht auf ein Angebot der Herren von Helmstatt und Sternenfels an die im Kraichgau ansässigen Juden zurück. Das Angebot wurde von ihnen als passend und vorteilhaft angenommen. Der in Gochsheim (damals unter württembergischer Oberhoheit) lebende Jude Kottmann unterschrieb als einer der drei Beauftragten der Kraichgauer Judenschaft den Vertrag im Jahr 1620. Der Friedhof dürfte vorwiegend von der jüdischen Bevölkerung von Münzesheim und den umliegenden ritterschaftlichen Orten belegt worden sein. Wir besuchen den großen jüdischen Verbandsfriedhof im Kraichgau am kommenden Freitag, treffen uns dort um 14.30 Uhr an dessen Eingang (Adresse: 76703 Kraichtal, Albert-Schweitzer-Straße 59). Männer sollten beim Friedhofbesuch ihren Kopf mit einem Hut oder einer Mütze bedecken, bitte denken Sie an dieses religiöse Gebot.
Unsere nächste monatliche Zusammenkunft ist am Donnerstag, den 16. Juli 2026, im Flehinger Bahnhof. Wir werden dann dort festlegen, ob wir im August eine Sommerpause einlegen, und die weiteren Aktivitäten unseres Vereins besprechen..
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Neben den Inschriften sprechen die jüdischen Grabsteine oft durch ihre Verzierungen und Symbolik. Die Kanne auf dem Stein im jüdischen Friedhof Eppingen weist auf einen Abkömmling aus dem Stamm der Leviten hin, die für kultische Reinheit im Tempel zuständig waren.
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Heimatkreis Oberderdingen e. V.