s'Blättle

(Informationen, die auch im s'Blättle von Oberderdingen zu lesen sind)

Heimatkunde

Martinsumzug 1980 in Heinfels
Martinsumzug 1980 in Heinfels

Volkskunde liegt jetzt im Trend, um damit den Begriff „Heimat“ zu füllen.

Man sucht den emotionalen Zugang zu Werten, von denen viele meinen, sie seien im Verschwinden begriffen. Man merkt dies z.B. an der Dirndlmode, die man auf

dem Cannstatter Wasen trägt. „Heimatkunde“ das gab es vor langer Zeit als Fach in der Volksschule. In den 1960er Jahren wurde diesem ein völkischer Anstrich unterstellt, es wurde verpönt. Heimat kam im günstigsten Fall hausbacken daher, sonst als überlebtes Relikt aus alter Zeit. Unser Verein führt den Begriff „Heimat“ im Namen. Nach unserer Satzung sollen wir uns um regionale Geschichte und Brauchtum kümmern. Weshalb wir Publikationen herausgeben, Exkursionen und Ausstellungen zu diesem Thema organisieren, dies schon seit Jahrzehnten. Früher kümmerten sich Lehrer um diese Themen. In Flehingen z.B. Feigenbutz oder Sauter, in Derdingen Gustav Brandauer und Eugen Gültlinger. Aber in „Heimatkunde“ engagierte Lehrer sind rar geworden. Nur ausnahmsweise haben sie in unserem Verein publiziert. Wo es doch so viele Themen gäbe, über die es zu berichten lohnte. Jetzt im November über den Brauch der Martiniumzüge z.B. Weshalb wird das „Laternenlaufen“ der Kinder mit Martini in Verbindung gebracht? Oder vergessenes kirchliches Brauchtum; dass man beim Betreten des Friedhofs früher grüßend den Hut lupfte? Wann und warum bekreuzigte man sich? Und weil Volkskunde jetzt im Trend liegt, hofft unser Verein auf „Mitmacher“ die sich für solche Fragen interessieren, vielleicht sogar über regionales Brauchtum einen Aufsatz in einem Rundbrief schreiben könnten. Themen gäbe es viele. Wir reden am nächsten Donnerstag, den 15. November 2018, um 19.30 Uhr im Flehinger Bahnhof bei unserer nächsten Zusammen-kunft darüber. Weiteren Gesprächsstoff für diesen letzten turnusgemäßen Treff in diesem Jahr sind organisatorische Fragen im Zusammenhang mit der Vorstellung des  Ortsfamilien-buchs „Großvillars das Dorf und seine Bewohner“, und die dazu gehörige Fotoausstellung an der Großvillarser Kirchweih. Wir werden uns über unsere Pläne zu „Lichtmess“ unterhalten und auch eine Anzahl neu ins Archiv gekommene Bilder ansehen. Wenn Sie sich für das Trendthema Volkskunde interessieren, so kommen Sie doch am kommenden Donnerstag in den Flehinger Bahnhof. Sie sind auch als „Nichtmitglied“ unseres Vereins herzlich willkommen.

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