s'Blättle
(Informationen, die auch im s'Blättle von Oberderdingen zu lesen sind)
Unser nächstes Ziel: Jüdischer Friedhof Oberöwisheim

Zurzeit erhalten unsere Mitglieder den Rundbrief 71 mit Artikeln zur Ortsgeschichte und Volkskunde. Wir werden deshalb auch Anfangs Juli den Jahresbeitrag von 10 € bei unseren Mitgliedern abbuchen. Sicherlich kein zu hoher Preis für unsere Veröffentlichungen. Nun wird auf Advent der Rundbrief 72 angegangen.
Wir bereiten auch unsere nächste Besichtigungsfahrt vor. Sie wird nach Oberöwisheim, zum dortigen jüdischen Verbandsfriedhof führen (Adresse: 76703 Kraichtal, Albert-Schweitzer-Straße 59). Am 10. Juli, an einem Freitag, weil man am Samstag – jüdisch Sabbat – den Friedhof nicht besuchen soll, treffen wir uns dort zu einer Führung um 14.30 Uhr am Eingang. Gemäß biblischem Gebot gehört jedem Juden der Boden, in welchem er begraben ist, auf ewig. Ein religionsgeschichtliches Grundgebot ist, dass „die Ehre der Toten“, die ja wehrlos sind, nicht gestört werden darf. Weshalb jüdische Friedhöfe eingezäunt und verschlossen werden. Ein Kernpunkt des traditionellen Judentums ist der Glaube an die leibliche Aufer-stehung am Tage des Jüngsten Gerichts. Deshalb sind jüdische Friedhöfe auf „ewig“ ange-legt. Sie werden aber anders gepflegt als christliche Grabstätten. Es gibt keinen Blumen-schmuck, wohl liegen aber Steine auf dem Grabstein, Erinnerungen der noch Lebenden an die Verstorbenen. Übrigens, Männer tragen bei einem Besuch eines jüdischen Friedhofs eine Kopfbedeckung. Schön wäre es, wenn künftige „Aktive“ mal zum Kennenlernen bei einem Ferientermin dabei wären, deshalb merken Sie sich bitte den 10. Juli als interessanten Besuchstermin vor.
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Heimatkreis Oberderdingen e. V.